Was 2015 als fixe Idee begann, lockte in den vergangenen Jahren immer mehr Filmfreunde nach Espelkamp: das Kurzfilmfestival SPITZiale feiert 2019 sein fünfjähriges Jubiläum. Dass man soweit gekommen ist, freut besonders SPITZiale-Initiator Stephan Fröhlich. „Bei aller Euphorie und Leidenschaft für unser Projekt staunen wir immer wieder über das Wachstum der letzten Jahre. Der Kurzfilm fristet in Deutschland eher ein Nischendasein – was sehr schade ist. Welch tolle Geschichten die jungen Filmemacher zu erzählen haben, durften wir in den vergangenen vier Jahren immer wieder erleben. Und auch die bislang eingereichten Filme für die fünfte SPITZiale lassen bereits erahnen, dass das diesjährige Programm thematisch sehr breit gefächert sein wird.“

Das bereits angesprochene Wachstum stellte die Festivalorganisatoren im letzten Jahr vor eine große Herausforderung. Das Espelkamper Elite-Kino war regelmäßig binnen kürzester Zeit ausverkauft. Die 160 Sitzplätze, die zudem noch Platz für Filmemacher und Jury bieten müssen, reichten nicht aus, um allen Interessenten die Möglichkeit zu bieten, an der SPITZiale teilzunehmen. Daher entschied man sich im letzten Jahr dazu, mit dem Filmfestival in die Alte Gießerei umzuziehen, wo auch die SPITZiale 2019 stattfinden wird.

Der Umzug war für die Organisatoren mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden, den man zugunsten des größeren Platzangebots jedoch gerne auf sich genommen hat. „In der Alten Gießerei haben wir nicht nur die Möglichkeit, mehr Zuschauer unterzubringen“ stellt Vorstandsmitglied Elke Dunger-Fröhlich zufrieden fest. „Wir konnten auch unseren Traum von einem Festival-Campus verwirklichen, den wir in diesem Jahr noch weiter ausbauen werden. Man kann vor und nach dem Festival etwas Leckeres essen und trinken und sich in Ruhe mit anderen Zuschauern oder Filmemachern austauschen. Das Angebot und die Organisation bei der Verpflegung werden wir in diesem Jahr noch einmal verbessern, nachdem wir hierzu im letzten Jahr konstruktive Rückmeldungen erhalten haben.“
Den aktiven Austausch mit den Zuschauern haben die Festivalmacher im letzten Jahr ganz bewusst gesucht, erklärt SPITZiale-Vorstandsmitglied Florian Jürgens. „Wir haben bereits während der letzten SPITZiale viele Gespräche mit Besuchern geführt und uns Feedback zur neuen Location eingeholt. Dabei haben wir sowohl mit langjährigen SPITZiale-Fans als auch mit neuen Besuchern gesprochen. Das Feedback war unter dem Strich sehr positiv, wir konnten aber auch wichtige Verbesserungsvorschläge in die Planungen für die SPITZiale 2019 mit einbeziehen. So werden wir beispielsweise das Soundkonzept in diesem Jahr noch einmal komplett überdenken. Der Dialog hat uns zudem gezeigt, wie wichtig unser Festival bereits nach vier Jahren für die kulturelle Vielfalt in der Region ist. Das merken wir auch an der steigenden Anzahl unserer Vereinsmitglieder, die das Festival durch ihre aktive Mitgestaltung überhaupt erst möglich machen.“

Besucher der fünften SPITZiale erwarten wie in den vergangenen Jahren über 20 spannende Kurzfilme, die in insgesamt drei Blöcken am Freitag und Samstag präsentiert werden. Als eines der wenigen Filmfestivals in Deutschland legen die Organisatoren großen Wert darauf, dass die Filmemacher selbst aktiver Teil der SPITZiale sind. So führt Moderator Søren Eiko Mielke nicht nur einfach durch das filmische Programm, sondern schafft es, den anwesenden Regisseuren, Produzenten und Schauspielern in Interviews interessante Details zu ihren Werken zu entlocken.

Der Vorverkauf für die fünfte SPITZiale hat bereits begonnen. Tickets können in der Espelkamper Buchhandlung Lienstädt & Schürmann oder hier auf der Webseite erworben werden. Wer eines der begehrten Kombitickets ergattern möchte, sollte sich nach den Erfahrungen der letzten Jahre jedoch beeilen.